Jetzt bin ich wieder zurück aus der Reha... und mein Vorhaben "Meisje on Tour" startet!
… und ich hatte erhebliche Schwierigkeiten, mich wieder zu Hause einzuleben. Zunächst dachte ich, es seien doch nur drei Wochen vergangen – was ist nur los mit mir? Plötzlich fühlte ich mich fremd in meinem eigenen Zuhause, obwohl ich doch so sehr Heimweh hatte. Ich stand da und dachte nur: Oh je, wo soll ich anfangen? Es schien, als ob alles über mir zusammenbrach. Ich hatte alles auf die Zeit nach der Reha verschoben, und nun war nach der Reha…
In der vergangenen Woche, die äußerst herausfordernd waren, habe ich jedoch dank der Unterstützung meines Mannes und meiner Freunde meinen Weg und Mut gefunden. Nun bin ich bereit, mit meinem Projekt „Meisje in Tour“ durchzustarten.

Als Krebsbetroffene habe ich in meiner näheren Umgebung einen Rückzugsort gesucht und gefunden habe ich den Ökosee. Ich bin während und nach meiner Chemotherapie regelmäßig um den Ökosee gelaufen – ein Ort, der mir Ruhe gibt. Kaum ein Tag verging, an dem ich nicht dort meine Runde gedreht habe. Diese Momente haben mir geholfen, abzuschalten und den Alltag für eine Weile hinter mir zu lassen.
Vor kurzem habe ich an meiner Onkologischen-Reha teilgenommen, die sich aus verschiedenen Gründen etwas hingezogen hat. Zunächst hatte ich große Angst vor dem Aufenthalt, wegen den vielen schweren Schicksalen der anderen Menschen. Doch es geschah wiedererwartend etwas Positives: Ich erkannte, wie wertvoll es ist, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und einmal ganz „unter uns sein“. Da ich meine Therapie zu diesem Zeitpunkt bereits fast zehn Monate hinter mir hatte, war ich in einem anderen emotionalen und körperlichen Zustand als viele Frauen, die ich dort kennenlernte.
So kam es dazu, dass ich nicht nur zuhören konnte, sondern auch Tipps, Zuversicht und Vertrauen geben durfte. Eine Kollegin schrieb mir treffend: „Du musst dich nicht einmal in die Situation hineinversetzen, denn du weißt aus eigener Erfahrung, wie es ist! Es ist doch immer einfacher, mit Menschen zu sprechen, die einen verstehen!“ Das war auch während der Reha so – man muss sich nicht erklären!
Dieser Austausch war für mich so eine bereichernde Erfahrung und hat mir gezeigt, wie wichtig Gemeinschaft und Unterstützung in herausfordernden Zeiten sind.
Deswegen sage ich nun: Klar zur Wende und starte ich mit meinem Vorhaben „Meisje on Tour“.
Wie bereits in den letzten Tagen erwähnt, beginnen wir mit gemeinsamen Spaziergängen, um neue Kraft zu tanken und uns auszutauschen. Im Anschluss daran lade ich alle Teilnehmerinnen auf einen Kaffee oder Tee ein. Sollte das Wetter nicht mitspielen, treffen wir uns direkt im Café.
Mein Ziel ist es, eine Frauengruppe ins Leben zu rufen – es soll eine Gruppe werden, die sinnvoll miteinander arbeitet. Ich möchte euch Übungen mit an die Hand geben und verschiedene andere Angebote. Ziel ist es dabei zu unterstützen eure Stärken zu entdecken und euere Selbstvertrauen zu finden und zu spüren. Der Spaziergang soll mir erlauben, eure Bedürfnisse kennenzulernen und ein Gespür dafür zu bekommen, welche Herausforderungen euch belasten. Lasst uns gemeinsam einen Raum schaffen, in dem wir uns austauschen und gegenseitig stärken können, genau dort sehe ich mich als Wegbegleiterin für euch.
Weiter geht es dann mit einem Wohlfühl-Nachmittag so ganz unter uns, in einem Raum, wo vieles geboten wird, was die Frauenseele begehrt.“. Letztlich sagte mir eine Bekannte: ich kann einfach kein Krankenhaus und keine Arztpraxen mehr sehen….! Deswegen mal 2 Stunden sich dem widmen, was Spaß macht und leider zu kurz gekommen ist. Dazu folgt die Tage mehr.
Und das ist erst der Anfang! Im September wartet ein besonderes Segel-Retreat für Frauen, die von Krebs betroffen sind, am malerischen Lago Maggiore auf euch. In den kommenden Wochen halte ich euch über alle Details auf dem Laufenden.
Ich freue mich darauf, mit euch gemeinsam mein Vorhaben „Klar zur Wende!“ weiterzuentwickeln.